Der Preis für ein Produkt entsteht normalerweise durch Angebot und Nachfrage. Beim Goldpreis stimmt dies allerdings nur zum Teil. Es kommen noch weitere Faktoren dazu, wie z.B. fundamentale Marktdaten und Emotionen. Weitere Einflüsse auf den Goldpreis können langfristige Erwartungen haben, ebenso wie Spekulationen und kurzfristige Ereignisse. Außerdem bestimmt auch der Kurs des US-Dollars den Preis, da das Gold normalerweise in dieser Währung gehandelt wird.
Schaut man circa 40 Jahre zurück, so stieg der Goldbarren Preis zwischen 1971 und 1980 langsam, aber stetig nach oben. Der Preis profitierte von der damals vorherrschenden Stagnation in der Wirtschaft. Dies machte sich durch eine starke Inflation und hoher Arbeitslosigkeit bemerkbar. Die Finanzwelt war verunsichert. Es kam zu einer Ölkrise und die Staatsverschuldung in den USA stieg ins Unermessliche. Es musste mehr (Papier-)Geld auf den Markt gebracht werden, so dass vielen Kapitalanlegern nichts anderes übrig blieb, als in Sachwerte zu investieren. Für manche war es nur die Goldbarren Unze für andere wiederum größere Mengen Gold. In dieser Zeit stieg der Goldbarren Preis um mehr als das Fünfzehnfache.
Nach fast 10 Jahren des Hochs kamen über 20 Jahre des Tiefs für die Goldbarren Unze und den Goldbarren Preis. Immer noch galt es die Wirtschaftsstagnation zu beenden. Die US-Notenbank beschloss Anfang der 1980er Jahre die Begrenzung des Geldmengenwachstums. Auf der einen Seite bewirkte dies eine Verstärkung der Arbeitslosigkeit aber auf der anderen stabilisierte sich langsam dadurch die Wirtschaft und die Inflation konnte unter Kontrolle gebracht werden. 1999 erreichte der Goldpreis seinen absoluten Tiefststand. Es war von Nöten den Goldpreis für die Zukunft zu regulieren. So schlossen sich noch im selben Jahr 15 europäische Notenbanken für das erste Goldabkommen CBGA I (Central Bank Gold Agreement) zusammen. Darunter war auch die europäische Zentralbank. In diesem Abkommen wurde ein Limit für Goldverkäufe verbindlich festgelegt.
Seit Beginn des neuen Jahrtausends geht der Goldbarrenpreis wieder stetig nach oben. Und ein Ende des Trends ist noch nicht in Sicht.ert, große Verluste machen kann. Hinzu kommt das Problem, dass indirekte Investments in beispielsweise eine Goldaktie oder Goldfonds den Marktschwankungen unterliegen.