Die Entwicklung des Goldpreises in den letzten 30 Jahren

Am 21. Januar des Jahres 1980 lag der Goldpreis an der Börse in New York bei genau 850,00 US-Dollar pro Feinunze. Inflationsbereinigt bedeutet dies, dass sogar mehr als 2000 US-Dollar für ungefähr 31 Gramm GOld bezahlt werden mussten. Die Goldpreis Entwicklung sollte in diesem Jahr jedoch eine bedeutende Wende erfahren. Die Regierung der USA entschied sich nämlich mithilfe einer Begrenzung des Geldmengenwachstums den hohen Inflationsraten entgegenzuwirken. Zwar war dies zu Anfang schlecht für die Wirtschaft und verstärkte die damalige Rezession sogar, der Goldpreis sank durch die niedrigeren Inflationswerte jedoch deutlich ab.

Für die Goldpreis Entwicklung bedeutete dies zehn Jahre lang einen anhaltenden Wertverlust. Als in der 90er Jahren in den USA darüber hinaus auch noch ein starkes wirtschaftliches Wachstum herrschte, wurde der Goldpreis weiter nach unten gedrückt. Da besonders in Krisen die Nachfrage nach dem Edelmetall groß ist, ist es nicht verwunderlich, dass gegen Ende des Millenniums am 20. Juli 1999 in London der Wert des Goldes nur noch mit 252,80 US-Dollar angegeben wurde und somit ein neuer Tiefststand erreicht wurden ist. Wenig später, am 26. September des gleichen Jahres, wurde daraufhin ein Abkommen von den 15 europäischen Notenbanken unterschrieben, in welchem die maximale Verkaufsmenge pro Jahr festgelegt ist.

Kurz nach der Jahrtausendwende, im Jahre 2001, schläft die Goldpreis Entwicklung eine ganz andere Richtung ein. Auf Grund der hohen Verschuldung alle Länder, aber besonders der USA, sowie auch dem fallenden Wert des US-Dollars im Vergleich zu anderen großen Währungen stieg der Wert des Edelmetalls zu dieser Zeit stark an. Selbst die 1000 Dollar Marke konnte so am 13. März 2008 erreicht werden. Wegen der damals beginnenden Weltwirtschaftskrise und der Angst vor einem möglichen Hyperinflation oder gar einer Geldentwertung investierten immer mehr Privatleute in Goldbarren, Anleihen oder Schmuck. Dieser Trend in der Goldpreis Entwicklung brach auch nach dem Ende der Wirtschaftskrise nicht ab, was besonders auf die hohen Staatsschulden in der Eurozone, die andauernden Proteste in arabischen Ländern, sowie die vermehrten Zweifel an der Bonität der USA zurückzuführen ist.